Videokonferenz Fachbegriffe
Webkonferenz, Webinar, Videokonferenz, Videokonferenz Software, Videokonferenz System, Applicationsharing, Präsentation über Videokonferenz, Videochat , Video Webcam, Video Weiterbildung, Voip, Proxy, Telemedizin, Tumorkonferenz
WebkonferenzWebkonferenz oder auch web conferencing ist ein IP-Multicast mit der Gruppenmeetings oder Echtzeit-Präsentationen über das Internet abgewickelt werden können. Zu Beginn des Internet-Zeitalters wurde die Bezeichnung Web-Conferencing oder Computer-Conferencing für Gruppenarbeit über ein Nachrichtenboard benutzt. Dabei waren die einzelnen Gruppenmitglieder mit dem Nachrichtenboard verbunden und konnten auf diesem ihre Nachrichten eintragen. Die Bezeichnung Web-Conferencing hat sich hin zu Live-Übertragungen entwickelt bei denen die Daten nicht zwischengespeichert werden, sondern in Echtzeit zwischen den Computern der Teilnehmer ausgetauscht werden. Zur Erhöhung der Interaktivität oder zur Durchführung von Online-Workshops können Webkonferenzen um Elektronische Meetingsysteme (EMS) ergänzt werden. EMS erweitern die Funktionalität einer Webkonferenz um Werkzeuge wie Brainstorming, Abstimmungen und Diskussionen, die in der Regel auch anonym durchgeführt werden können, sowie eine Volltextdokumentation. Sie ermöglichen zudem die asynchrone Vor- und Nachbereitung des Online-Meetings.
WebinarWebinar ist eine Wortschöpfung aus den Wörtern Web und Seminar, es sind interaktive Seminare, die über das Web abgehalten werden. Ein Webinar ist „live“ in dem Sinne, dass die Information entsprechend einem Programm mit einer festgelegten Start- und Endzeit übermittelt wird. In den meisten Fällen werden die mündlichen Erläuterungen des Vortragenden zu dem am Bildschirm gezeigten via VoIP (Voice over Internet Protocol) übertragen. Das funktioniert in der Regel auch bidirektional, wenn der Teilnehmer ein Mikrofon an seinem Computer installiert und der Webinar-Moderator ihm Sprachrechte zugeteilt hat.
VideokonferenzUnter Videokonferenz-Systemen werden solche Systeme verstanden, bei denen eine Teilnehmergruppe mit einer zweiten, entfernten Teilnehmergruppe in Echtzeit visuell und sprachlich kommuniziert. In der Regel können bei einer Videokonferenz neben der Kommunikation über den Blickkontakt der Teilnehmer auch Dokumente oder Bewegtbilddarstellungen übertragen werden. Bei Desktopsystemen sind die notwendigen Komponenten in einem PC eingebaut. Es wird dafür neben einer externen Kamera (heute meist USB-Webcam) auch ein Mikrofon beziehungsweise Headset benötigt. Man unterscheidet hardware-basierte (Kodierung und Dekodierung auf einer Steckkarte) und rein software-basierte Desktop-Systeme. Neben den relativ geringen Kosten haben Desktopsysteme den Vorteil, dass der Anwender während der Videokonferenz vollen Zugriff auf seine Daten und die auf dem PC installierten Programme hat. Desktopsysteme eignen sich daher insbesondere dort, wo im Rahmen von Konferenzen auch eine gemeinsame Datenbearbeitung erfolgen soll, etwa mit Hilfe der Software Vivicom Vi.
Videokonferenz SoftwareDie Voraussetzung für eine Videokonferenz ist eine gemeinsame oder untereinander kompatible Software, die auf der Harware der Teilnehmer – meist ein PC oder Notebook - installiert ist. Diese Software organisiert einerseits den Datenstrom und die Qualität der Signale und dient andererseits als Einwahlhilfe und Unterstützung der Konferenzorganisation für die Anwender.
Videokonferenz SystemEin System, das die eingewählten Konferenzteilnehmer durch einen Konferenzserver verbindet. Welches Videokonferenzsystem genutzt wird, ist z.B. von der Teilnehmerzahl und den Bedürfnissen in Hinblich auf Datensicherheit abhängig.,
Application SharingVerschiedene Teilnehmer einer online Videokonferenz können auf die gleichen Daten und Anwendungsprogramme zugreifen und diese gemeinsam bearbeiten.
Präsentation über VideokonferenzIn einer Videokonferenz ist es möglich, allen Teilnehmern via Internet eine Präsentation vorzuführen. In großen Videokonferenzen ist es dabei üblich, die Teilnehmer bis auf den oder die Präsentierenden während der Präsentation „stumm“ zu schalten und im Anschluss eine geregelte Diskussion zu führen.
VideochatMit Hilfe eines Videochat-Programms und Webcams über das Internet videotelefonieren.
Video WebcamEine Webcam ist eine Kamera, die über das Internet ihre Bilder und häufig auch Ton versendet. Sie kann statisch eingerichtet sein und in Bestimmten Intervallen automatisch aktuelle Bilder ins Internet stellen oder individuell eingerichtet sein und z.B. für Videotelefonie über das Internet genutzt werden.
Video WeiterbildungWeiterbildungsunterlagen können durch Videos ergänzt oder ersetzt werden. Diese können einerseits als Film vorbereitet sein oder in einer Videoschulung per Konferenzschaltung über das Internet live übertragen werden. Dadurch ist ein „virtuelles Klassenzimmer“ möglich, das die individuelle Schulung über große Distanzen ermöglicht. VoipVoice over IP auch Internet-Telefonie oder Voice over IP (kurz VoIP) genannt, ist das Telefonieren über Computernetzwerke, welche nach Internet-Standards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, d. h. Sprache und Steuerinformationen beispielsweise für den Verbindungsaufbau, über ein auch für Datenübertragung nutzbares Netz übertragen.
ProxyProxy heißt Bevollmächtigter oder Stellvertreter. Ein Proxyserver ermöglicht Systemen, die keinen direkten Zugang zum Internet haben, den indirekten Zugang zum Netz. Das können solche Systeme sein, die durch eine Firewall aus Sicherheitsgründen vom unmittelbaren Zugang ausgeschlossen sind. Wird der Proxy als Netzwerkkomponente eingesetzt, bleibt einerseits die wahre Adresse des einen Kommunikationspartners dem anderen Kommunikationspartner gegenüber komplett verborgen, was eine gewisse Anonymität schafft. Als (mögliches) Verbindungsglied zwischen unterschiedlichen Netzwerken realisiert er andererseits eine Verbindung zwischen den Kommunikationspartnern selbst dann, wenn deren Adressen zueinander inkompatibel sind und eine direkte Verbindung nicht möglich wäre. Leider beeinflussen die Verwendung von Proxyservern eine Videokonferenz negativ.
TelemedizinDie Telemedizin ist ein Teilbereich der Telematik im Gesundheitswesen und bezeichnet Diagnostik und Therapie unter Überbrückung einer räumlichen oder auch zeitlichen („asynchron“) Distanz zwischen Arzt, Apotheker und Patienten oder zwischen zwei sich konsultierenden Ärzten mittels Telekommunikation. Telemedizin, ein Teilgebiet von eHealth, ist der Oberbegriff für medizinische Dienste über die gesundheitsrelevante Aktivitäten über Entfernungen und Kommunikationssysteme hinweg ausgeführt werden können. Die Erfassung der medizinischen Daten ist dabei weder an Ort noch Zeit gebunden und kann über vorhandene Kommunikationsnetze an Informationssysteme übertragen werden, dort erfasst, verarbeitet, diagnostiziert, archiviert und für therapeutische Zwecke genutzt werden. Bei den medizinischen Daten kann es sich um Texte, Messwerte, Diagramme, Laborbefunde, Tabellen, CT- und Röntgenbilder handeln, die zwischen behandelnden Ärzten, Fachärzten und Spezialisten für die Diagnose ausgetauscht werden.
TumorkonferenzBei einer Tumorkonferenz besprechen Ärzte die Untersuchungs- und Operationsergebnisse ihrer Patienten. Hieran nehmen alle beteiligten Fachdisziplinen teil (u.a. Radiologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Strahlentherapie, Pathologie usw.). Durch diesen technischen Fortschritt der Telemedizin ergeben sich neue Möglichkeiten der Behandlung. Während sich Ärzte für solche Konferenzen früher auf den Weg zum Konferenzort machen mussten, ist dies heute einfach und schnell bei einer Videokonferenz möglich. |





